46. WMOC in Eksjö/SCHWEDEN – Zwei Doppelsiege: bei den Damen gewann Russland – bei den Herren hat Estland alle überrascht!

Frèderic Tranchand erkämpft sich Bronze!

Bei den diesjährigen 46. World Military Orienteering Championship gab es am zweiten Wettkampftag, wie erwartet, ein heißes Rennen bei den Herren. Am Ende jubelte aber Estland.  Lauri Sild, der schon gestern auf der Mitteldistanz gezeigt hat, dass er in Form ist, hat sich heute die Krone aufgesetzt. Er siegte mit einem knappen Vorsprung von nur 2 Sekunden vor seinem Bruder Timo Sild (EST). Bronze erkämpfte sich der Franzose Frèderic Tranchand.
Bei den Topnationen starteten die besten Athleten im letzten Drittel. So kam der Speaker gar nicht mehr zu Ruhe. Die Topathleten legten eine Bestzeit nach der anderen hin. Es waren immer wieder nur Sekunden, die zu einem erneutem Führungswechsel führten. Auch Matthias Merz (SUI) holte sich die Führung für ein paar Minuten. Er übernahm, durch einen bewundernswerten Zielsprint die Führung mit einer Sekunde Vorsprung. Am Ende kam er auf dem undankbaren 4. Platz.

Sven Karstädt am Sichtposten vor der letzten Schleife.

Das Deutsche Team kam auf der Langdistanz gut zurecht und so gut wie alle Wettkämpfer konnten an die Leistung vom Vortag anknüpfen. Die Herrenbahn hatte heute eine Länge von 10500 und 450 Höhenmetern. 28 teilweise sehr schwierige Posten waren anzulaufen. Am heutigen Wettbewerb erzielte Sven Karstädt, trotz Hüftprobleme, das beste Ergebnis. Am Ende belegte er Platz 113.

 

Bei den Damen erkämpfte sich  zum zweiten Mal Tatiana Riabkina (RUS) die Goldmedaille vor ihrer Teamkollegin Julia Novikova (RUS). Bronze sicherte sich Ausrine Kutkaite (LTU), die ebenfalls gestern auf der Mitteldistanz schon triumphieren konnte.

Gina Keller „heute“ das beste Ergebnis aus deutscher Sicht

Die Deutschen Damen konnten auf dieser Strecke mit Ihren Ergebnissen ebenfalls zufrieden sein. Beide haben die 16 Posten auf ihrer 6400m langen Bahn und 220 Höhenmetern gut gemeistert. Heute verzeichneten beiden Damen keinen Fehlstempel. Gina Keller, die auf der Mitteldistanz einen Fehlstempel verzeichnen musste lief heute die schnellste Zeit. Trotzdem ist der Abstand zur Weltspitze enorm – trotzdem können beide Damen sehr positiv in die Zukunft blicken. Es ist noch einiges an Potential, das abgerufen werden kann.

 

 

Ergebnisse:
Damen:

 

 

 

Sieger Langdistanz Damen

 

 

 

 

1. Tatiana Riabkina (RUS) 52 :28
2. Julia Novikova (RUS) 53:09
3. Ausrine Kutkaite (LTU) 53:59

43. Gina Keller (GER)  93:31
51 . Melanie Günther (GER) 110:21

Herren:

Sieger Langdistanz Herren

1. Timo Sild (EST) 62:03
2. Lauri Sild (EST) 62:05
3. Frèderic Tranchand (FRA)  62:39

113. Sven Karstädt (GER) 106:49
124. Klaus Rehner (GER) 111:38
126. Daniel Heininger (GER) 112:37
130. Björn Frieling (GER) 113:38
143. Daniel Steiger (GER) 123:08
152. Manuel Reichert (GER) 140:27
168. Patrick Kudraß (GER) 213:12

In der Nationenwertung landete das Team, wie im Vorjahr, auf Platz 23. Somit
konnte die Mannschaft trotz steigender Zahl der Nationen und vielen Nachwuchsathleten
ihre Position in der Nationenwertung halten! In dieser Wertung (Addition der
besten vier Einzelergebnisse der Nationen aus der Mittel- und Langdistanz) erzielte
in diesem Jahr die Schweiz den 1. Platz vor der Mannschaft aus Russland und
Estland.
Die Damen wurden nicht gewertet, da hier die besten drei Ergebnisse der Nationen
gewertet werden und Deutschland in diesem Jahr nur zwei Athletinnen im Kader
hatten. Im nächsten Jahr wird mit Sicherheit auch diese Kategorie belegt.

Am morgigen Tag ist Ruhetag angesagt, bevor es am Samstag in der Staffel mit Sicherheit wieder spannende Entscheidungen zu erwarten sind.

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